Samuel de Zee's Hofje
Wie der Name bereits sagt, wurde dieser Innenhof von Samuel de Zee gestiftet, sein Geburtsname lautete jedoch Samuel le Maire. Aus seinen vier Ehen waren ihm keine Nachkommen geblieben. Er hätte sein Kapital seinen Nichten und Neffen vererben können, aber die Beziehungen zu seiner Familie waren wenig herzlich. Darauf deutet auch die Inschrift über dem Eingangsportal hin: “'k kan met myn poort Uw mond niet sluyten” (etwa: Eure Münder kann ich mit meinem Tor nicht schließen). Seine Abneigung gegen die liebe Verwandtschaft ließ er auch an der Straßenseite unmissverständlich durchblicken: Für gute, aber keineswegs reiche Neffen und Nichten.
Noch zu Lebzeiten kaufte Samuel ein Ballspielfeld mit einigen Häusern, die er umbauen ließ. 1743 wurden noch elf Häuser und ein Saal für die Verwalter hinzugebaut. Aus diesem Grunde wirkt die Gestaltung des Innenhofs ein wenig unübersichtlich.
Die Explosion eines mit Schießpulver beladenen Schiffes an der nahegelegenen Steenschuur im Jahr 1807 machte ein ganzes Viertel dem Erdboden gleich und kostete 151 Menschen das Leben. Dabei wurde auch der Innenhof beschädigt, jedoch bald wiederhergestellt. Eine groß angelegte Restaurierung gab es ab 1981.






