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Geschichte » Die Leidener Innenhöfe

Loridanshofje

Das "Pieter Loridanshofje" wurde auf dem Grundstück der ehemaligen Gaststätte "De Vergulde Wagen" erbaut. Während des 80jährigen Krieges war Pierre Loridan aus den südlichen Niederlanden vor der spanischen Inquisition geflüchtet. Bei einer großen Pestepidemie im Jahre 1566, bei der mehr als 15.000 der damals 50.000 Stadtbewohner ums Leben kam, verlor er seine Familie und viele Glaubensgenossen. Deshalb beschloss er, ein gutes Werk zu tun und einen Innenhof zu stiften.

Schon bald nachdem er sein Testament verfasst hatte fiel Loridan selbst der Pest zum Opfer. Seine Testamentsvollstrecker kauften die Gaststätte, auf deren Grundstück im Jahre 1656 die Häuser mit Innenhof entstanden. Durch die Eingangshalle gelangt man auf den Innenhof. Hier fällt eine Galerie ins Auge fällt, die heute als Fahrradunterstand genutzt wird. Früher diente sie zum Trocknen der Wäsche und als Treffpunkt für ein Schwätzchen. Auch wurde hier jeden Herbst ein Ochse geschlachtet, den die Verwalter des "Hofjes" gekauft hatten. Das Fleisch wurde an die Bewohner verteilt.


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